Der Boden und Yoga

Heute gibt es von mir wieder einen Beitrag zum Thema: Rette den Boden/SaveSoil. 

Ja, ich habe es auch schon oft gehört und auch selbst gedacht: Klimawandel. Kann man sowieso nichts tun. Keine Zeit. Alles liegt in Gottes Hand, usw.

Es fällt mir nicht leicht, darüber zu schreiben und das hier zu teilen. Wer liest das überhaupt? Eine Person oder zwei? Und wer handelt schon? 

Es ist egal. Und wenn es nur zwei Leute lesen. Schließlich gehöre ich zu der Generation, die in den letzten Jahrzehnten die Erde nur ausgesaugt hat, ohne ihr irgendetwas zurückzugeben. Ich hatte nicht verstanden, dass sie es ist, die mich ernährt. Ich habe nur Müll zurückgelassen, der jetzt in ihr begraben liegt oder im Meer schwimmt. 

Also widme ich mich diesem Thema in den nächsten Wochen immer mal wieder hier auf meiner Webseite, solange die Aktion SaveSoil stattfindet.

Sadhguru, der diese globale Bewegung SaveSoil ins Leben gerufen hat, ist nun schon seit dem 21.3. mit seinem Motorrad unterwegs. Von London gestartet, war er schon in Brüssel, Amsterdam, Berlin, Prag, Wien, Ljubljana, Rom, Genua und ist jetzt unterwegs nach Paris. In all diesen Städten hat er Menschen getroffen, die ihn bei seiner Kampagne unterstützen. Es gibt Vorträge und Gespräche mit vielen bekannten und wichtigen Personen aus Kunst, Politik oder Naturschutz- bzw. Gesundheits- oder Landwirtschaftswesen. Von Europa geht die Reise weiter bis nach Indien. 

Ich habe keine Ahnung, wie dieser Mensch das alles macht. Erst sitzt er den ganzen Tag auf dem Motorrad und abends hält er noch zwei Stunden lang Vorträge. Er bringt Menschen auf der ganzen Welt zusammen und wird von Führungspersönlichkeiten aus allen Nationen unterstützt. Auch im Vatikan hat man ihn empfangen. Ich wünschte, ich könnte mehr tun, nur damit es ihm einfacher fällt, denn er ist schon 65 Jahre alt. 

Während er auf Achse ist, wird in unserem Dorf immer mehr Land zerstört. Es wird jeden Tag gebaut. Eine Luxus-Villa nach der anderen. Im Doppelpack. Das bringt mehr Geld. Ohne Grünflächen. Es geht hier nicht um sinnvollen Wohnraum, sondern nur noch darum, wenigstens die Bauwirtschaft aufrecht zu erhalten. Nur sehr wenige Menschen – und meistens immer die gleichen – profitieren davon. 

Gestern habe ich gelesen, dass die Regierung das schon einmal 2019 abgewehrte Projekt der Goldgewinnung, nun doch wieder durchziehen möchten. Dies soll direkt hinter uns in den Ida-Mountains stattfinden. Es gibt Widerstand. Bisher wurde jedoch noch jeder Widerstand aus der Bevölkerung gebrochen. 

Häufig wird Gold mit der offenen Cyanidlaugerei gewonnen, mit katastrophalen Auswirkungen für die Umwelt. Von unseren Brunnen, die hier an jeder Ecke stehen, wird man dann wohl kein Wasser mehr trinken können. 

Wenn man von oben mit dem Satellitenbild auf die Ida-Mountains schaut, dann kann man sehr gut erkennen, dass es schon viele Stellen gibt, wo man die Berge ausgehöhlt oder wie Käse für Rohstoffe einfach aufgeschnitten hat. Diese Minen gehören dem Land selber nicht mehr. Keiner hat hier etwas davon. 

Das sind meine persönlichen Erfahrungen. Hinzu kommt das Wissen, dass wir in den nächsten 20 Jahren voraussichtlich 40% weniger Nahrungsmittel für 9,3 Milliarden Menschen produzieren können. Schlechte Böden führen zu einem schlechten Nährwert. Das heutige Obst und Gemüse enthält bereits 90% weniger Nährstoffe als zu Großmutters Zeiten.

2 Milliarden Menschen leiden unter Mangelernährung, die zu einer Vielzahl von Krankheiten führt.

Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittel- und Wasserknappheit könnten dazu führen, dass bis 2050 über 1 Milliarde Menschen in andere Regionen und Länder abwandern.

Landprobleme haben bei über 90% der großen Kriege und Konflikte in Afrika seit 1990 eine wichtige Rolle gespielt.

Von der Französischen Revolution bis zum Arabischen Frühling wurden hohe Lebensmittelpreise als Grund für Massenproteste angeführt.

Ich hoffe, ich konnte eure Aufmerksamkeit mit diesen Zeilen ein wenig auf unseren Boden richten. Damit ihr aber von meinem Beitrag nicht noch mehr frustriert werdet, als ihr es schon seid, wenn ihr die Nachrichten lest oder hört, habe ich zum Abschluss noch zum Thema Boden ein schönes Gedicht für euch von Sadhguru: 

Wenn man diese Sensibilität für seine Umwelt entwickelt hat, dann kann man sowieso nicht mehr still dasitzen und zuschauen, wie alles zerstört wird. Ich laufe z.B. jetzt soviel wie möglich barfuß, auch im Wald. Meine Hände berühren jeden Tag den Boden. Ich verbeuge mich vor den Elementen. Jeden Tag. 

Wie könnte ich so noch vergessen, dass ich nichts bin, neben der Erde, dem großen Baum oder dem Wind, der durch meine Kleider zieht. 

Nichts weiß ich, was sie nicht wüssten. Wir sind eins und das ist Yoga. 

Wer mehr – auch in Deutsch – über SaveSoil/Rette den Boden lesen oder gar an einer Veranstaltung teilnehmen möchte, kann auf der Webseite 

 https://consciousplanet.org/de

alles darüber lesen.

Habt ein schönes Wochenende, Monika 


8 Gedanken zu “Der Boden und Yoga

  1. Ich bin dir sehr dankbar über deine Beiträge und dein Ehrenamt für SaveSoil liebe Monika.Ohne dich hätte ich über diese Organisation nichts gewusst. Mein Mann kommt aus einer Familie die, sehr viel zum Umweltschutz beitragen. Ralf ist es also aus Kindheitstagen bewusst sich für die Umwelt einzusetzen. Vor Jahren hat mich mein Schwiegervater mal auf die Korkeichen der Extremadura /Spanien hingewiesen und mich dazu animiert, Korken nicht einfach wegzuschmeißen sondern wiederzuverwerten. Er selbst hat auch jahrelang saisonal ein Zelt im Wald aufgestellt um Seeadler bei der Brut zu bewachen. Natur- und Umweltschutz in Zeiten des Klimawandels ist uns sehr wichtig und ich achte dein Engament mit großer Bewunderung. Danke dass du darauf aufmerksam machst und mit anpackst! Liebe Grüße Steph

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    1. Hallo liebe Steph, danke für deine Zeilen. Wie schön, wenn man so etwas von den Eltern lernt. Ich glaube, wir haben in der Schule gelernt, dass wir auf unsere Umwelt achten sollen. zu Hause war das kein Thema. Ich erinnere mich z.B. daran, dass man uns im Unterricht zeigte, was passiert, wenn man Weichspüler für die Wäsche benutzt. Ein Tropfen im Wasser und den Fischen fielen die Schuppen ab. Das war so einprägsam, dass ich nie Weichspüler benutzte. Essig tat es zur Not auch. Liebe Grüße in den Norden

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      1. l am very glad that you aré well that ir Is good that you aré in spring soon ir Will be in summer here it Is autumn the cold Is coming today sunday the day is beautiful here in argentina we aré about to have a barbecue lunch that my husband is cooking l send you Many kisses😘😘😘🙏

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