Hinter der Angst ist…

NICHTS oder man könnte auch sagen, dort trifft man auf den universellen Geist, der aus Freude, Glück, Frieden und Freiheit besteht, so wie hinter jeder Wolke nur der Himmel auf uns wartet. Diese wunderbare Nachricht möchte ich euch in diesem Beitrag mit auf den Weg in das Neue Jahr 2021 geben. 

Das gleiche gilt auch für andere starke Emotionen, wie Trauer, Kummer, Schmerz, Wut… 

Man kann sich jeden Augenblick neu entscheiden, ob man weiter mit den alten unerfreulichen Begleitern leben, ständig darüber klagen und sich als scheinbares Opfer auch noch an diesem ganzen Kummer laben möchte, oder ob man diese Konditionierungen vielleicht mit dem Neuen Jahr durchbricht und schaut, 

ob das alles überhaupt wahr ist?

Man kann jahrelang zur Therapie gehen oder auch nicht, darüber sprechen und schreiben, sich überall beklagen und andere beschimpfen oder anklagen oder sich in der Komfortzone einschließen, aber das einzige, was man damit erreicht ist, dass man diesen Gedanken-Geistern immer mehr Raum und Zeit gibt. Sie bestimmen dann unser ganzes restliches Leben. 

Der Weg aus allen Ängsten, Vorurteilen, Schmerzen und allen Emotionen/Gedanken, die uns das Leben so schwer machen ist, diese mit offenen Armen zu empfangen und mal genau anzuschauen.

Ertragen wir sie doch einfach für nur einen einzigen Augenblick, ohne unsere eigenen Projektionen irgendjemanden entgegenzuschreien, davonzulaufen oder sich vor dem Leben zu verstecken. Setzen wir uns hin und beobachten, wie sie erscheinen und was sie uns zu sagen haben. 

Egal, was da hoch kommt, es ist immer und immer Liebe. Ja, selbst der größte Schmerz, die Angst und die heftigste Wut sind ein Ausdruck davon. Etwas anderes kann es nicht sein. Etwas anderes scheint es nur zu sein, 

weil unser Kopf etwas anderes daraus macht

Aber das sind nur Hirngespinste. 

Heute im letzten Beitrag für dieses Jahr möchte ich es hier noch einmal auf den Punkt bringen. Es ganz klar und direkt schreiben, dass niemand Angst oder Kummer haben muss, denn leider wird das von so wenigen Menschen verkündet. Weder erzählt uns die eigene Familie davon, noch die Freunde. Auch wenn wir die Medien öffnen, kommt uns da nur Kummer, Gewalt und Hass entgegen. 

Man muss schon lange suchen, bis man etwas über Liebe, Frieden und Freude hört oder liest. Und ehrlich mal, wer sucht danach? 

Dann gibt man sich womöglich völlig sinnlos der Hoffnung hin. Hoffung zeigt auf morgen. Und wenn morgen irgendetwas besser wird, dann ist übermorgen schon wieder etwas anderes schlechter geworden, weil wir noch immer nicht begriffen haben, dass Hoffnung uns niemals zu Glück und Frieden führen kann. 

Wer nach Freude und Frieden suchen möchte, dem kann ich sagen, dass sie in jedem Augenblick direkt vor bzw. in uns liegen. Wer in der Ferne oder im Morgen danach sucht, wird nicht darauf stoßen. 

Deshalb schreibe ich euch, dass ich manchmal in Freude fast ertrinke, nachdem ich immer mehr in dieses NICHTS hinter der Angst und im Moment eintauchen kann. Ich habe auch das Gefühl, je klarer ich darüber schreibe und teile, desto fester wird mein Anker in diesem Wunder, für das es gar keine Worte gibt. 

Wenn ihr euch also geplagt oder unglücklich fühlt, dann bleibt für einen Augenblick mit offenem Herzen in diesen quälenden Gedanken/Emotionen sitzen und schaut:  

Wo kommen sie her? Was passiert, wenn ich sie für einen Augenblick aushalte und umarme? Was sehe ich dann? 

Wer das aushalten kann und sieht, dass hinter all diesen Gedanken/Emotionen NICHTS ist außer Liebe, wird unmittelbar auf die Frage stoßen:  

Wer oder was bin ich eigentlich? Bin ich diese Liebe? 

Wer weiter sucht und forscht, wird am Ende darauf kommen, dass er auch NICHTS weiter ist, als ein Gedankenkonstrukt. Ja, das ist erst einmal ein Schock aber auch eine riesengroße Befreiung. Das nennt man Aufwachen. 

Meiner Meinung nach ist wahrscheinlich die einzige freie Entscheidung, die wir wirklich treffen können die, ob man sich dem Gefängnis von Gedanken und Emotionen (Konditionierungen) weiter unterordnen möchte oder ob man sich auf die innere Reise, dem Weg ins NICHTS macht, um endlich vom Kopf frei zu werden. 

Und das einzige, was man dafür tun muss ist, einfach nur jeden Tag wenige Minuten sitzen und meditieren. NICHTS ist spannender und NICHTS wird mehr Veränderung bringen als diese neue stille Sicht auf alles, was uns vorher im Kopf so schwer und leidvoll erschien. 

Hat man sich für die vertikale Reise entschieden und lässt alle Hoffnung fahren, spürt man sofort, dass man geführt wird, dass alles gut ist und dass man sich immer mehr dem Leben im Augenblick voller Vertrauen hingeben kann. Nicht mehr der Kopf, sondern das Herz übernimmt nun die Führung. 

Alle Hoffnung fahren lassen heißt nicht, dass man Pessimist werden soll. Es bedeutet, dass man mit allem was erscheint und was wir sowieso nicht ändern können, klar kommt. Dass nicht auf bessere Zeiten gewartet wird, sondern schaut, was wir aus diesem Augenblick lernen und schöpfen können und ihn voll leben. Auch wenn es schmerzt. 

Das ist es auch, was ich meinen Kindern sage und es ist das ehrlichste und einzige Geschenk, das ich für das Neue Jahr mitgeben kann. In diesem Sinne wünsche ich euch einen ganz wunderschönen Rutsch in ein offenes, freies und spannendes Jahr 2021, Monika.