Übung und Entsagung (38)

Kann man “sein Leben” so weiterführen wie bisher, wenn man Gottes Nähe erfahren hat?

Die Anwort lautet nein. Ich war zwar schon vorher kein sehr oberflächlicher Charakter, aber nun richtete sich der Blick ausschließlich in die Tiefe. Dadurch bekam alles was geschah einen neuen Sinn. Was für ein Segen! Es gibt so etwas wie Befreiung. Unendliche Liebe. Ein Bewusstsein, welches mit allem, was existiert und je existierte verbunden ist.

Während das Leben da draußen irgendwie weiterging, hinterließ dieses Erlebnis neben dem über die Jahre immer mehr wachsenden Vertrauen zusätzlich ein Licht in meinem Inneren. Dieses Licht wurde mein Lehrer.

Ich meditierte weiter jede Nacht, und wenn ich nicht schlafen konnte, meditierte ich mehrere Stunden.

Tagebuch 22.08.2014:

“Nachts zwei Stunden meditiert. Von 2.00 Uhr bis 4.00 Uhr morgens. Ich konnte nicht einschlafen und die zwei Stunden sind nur so verflogen. Noch immer, wenn ich etwas spürte, tauchte Angst auf. Es war trotzdem wunderschön. Ich merke, wie ich langsam in den Zustand der Stille gleite und dann komme ich zurück. Ich konnte es fast berühren. Jedes Geräusch, auch das noch so entfernteste, konnte ich hören. Meine Konzentration war sehr stark. Am schönsten ist es, wenn die Möwen in der Ferne schreien. Das hat eine beruhigende Wirkung auf mich. Mein Atemrhythmus ist sehr langsam. Wenn ich ausatme, fühlt es sich so an, als ginge Stille und Ruhe durch meinen Rücken. Wunderschön. Ich bin heute morgen müde aber auch sehr glücklich.”

Aus meinen Notizen erkenne ich, dass ich damals noch dachte, dass ich, Monika, in die Stille treten könnte. Also dass es da so etwas wie Stille und eine getrennte Person gibt. Das ist aber auch ganz normal, da ich mir das zu dieser Zeit noch gar nicht anders vorstellen konnte. Es gab noch das Konzept von Zeit und einer getrennten Person, einem Subjekt, welches alles andere als getrenntes Objekt wahrnimmt. Auch die Stille/Gott.

Meine Schlafstörungen hatten mehrere Gründe. Zum einen wurde in der Straße in Besiktas, in der wir damals wohnten, ein altes Hotel neu aufgebaut, und zwar Tag und Nacht. Gleichzeitig riss man zu dieser Zeit mit einem Presslufthammer die ganze Straße auf, um diese neu zu asphaltieren. Ebenfalls mitten in der Nacht, da sie am Tage zu stark befahren wurde. Und dann kamen die Sorgen mit dem Yoga-Studio, dem Geld und die sich immer stärker bemerkbar machenden Wechseljahre hinzu. Ich musste mir Ohrstöpsel zulegen, sonst konnte ich nachts kein Auge mehr zumachen.

Es war für mich zum Arbeiten und für die Kinder wegen der Schule/Uni zwar praktisch, so im Zentrum zu wohnen, aber ich habe eigentlich immer lieber im Grünen gelebt. Und nun war es gerade so, also würde alles mich von dieser Stadtwohnung wegjagen und wieder zur Natur treiben wollen.

Mein Liebster wohnte sowieso schon an der Nordägäis, und auf meinem winzigen Grundstück entstand, ohne dass ich einen Cent in der Tasche hatte, wie ein Wunder ein Haus. Seine ganzen Ersparnisse steckte dieser Mann in dieses Projekt, aber es reichte leider nur bis zum Rohbau. Die Inflation ließ nicht nur uns kleine Selbstständige immer tiefer in die Armut sinken, auch die Preise für Baumaterialien und die behördlichen Gebühren schnellten täglich in die Höhe. Manchmal mussten wir für den Bau spontan Geld auftreiben und z. B. Eisen kaufen, da am nächsten Tag der Preis auf das Doppelte stieg. Der Bauleiter dieses Projektes war ein guter Freund, und nur Dank seiner Geduld, Erfahrung und seiner guten Kontakte war es überhaupt möglich, in diesen unsicheren Zeiten wenigstens den Rohbau auf die Beine zu stellen.

Da ich und mein Partner keine weiteren Einnahmen hatten, überlegten wir schon, das Haus in diesem Zustand zu verkaufen. An eine Fortführung des Projektes war gar nicht mehr zu denken.

Dann kam mich eine liebe Freundin besuchen, die mir auch vor Jahren das Buch von Paramahansa Yogananda geschenkt hatte. Sie befand sich in tiefer Trauer, weil sie gerade ihren Mann verloren hatte. Ich selbst war daher etwas angespannt und nervös. Man versucht stark zu sein, damit der andere schwach und traurig sein darf. Trotz ihres eigenen großes Kummers wollte sie wissen, wie weit ich mit dem Haus sei. Als sie davon erfuhr, dass es nicht weiter ging, versprach sie mir zu helfen, damit ich weiterbauen konnte. Dieses Angebot kam so unerwartet, dass ich völlig fassungslos war. Ich bin ihr unendlich dankbar dafür, dass sie in dieser für sie selbst so schweren Zeit noch an meine Zukunft dachte. Da sie meine Geschichte kannte, war es ihr wichtig, dass ich später im Alter versorgt bin und nicht Angst haben muss, auf der Straße zu landen. Als sie wieder abreiste, konnte auch ich endlich weinen. Ich weinte lange. Mein Herz ist bei ihr. Immer.

Wer hätte so etwas planen oder erahnen können? Das Leben macht, was es will und nicht das, was wir wollen oder uns wünschen. Ich meditierte, und dieses Innehalten jeden Tag ließ mich staunend auf das schauen, was tagtäglich um mich herum passierte.

Diese Umstände und das bewusste Wahrnehmen erleichterten mir die Entscheidung hinsichtlich der Abgabe des Yoga-Studios. Es war trotzdem nicht leicht, denn mein Herz hing an diesem Projekt. Es war eine Lebensperspektive. Ich dachte, ich könnte dort vielleicht noch in zwanzig Jahren unterrichten. Ich wünschte auch, meine Kinder und Freunde könnten von diesem kleinen Studio in irgendeiner Form profitieren. Ich konnte schon damals nie etwas nur für mich haben. Wollte immer teilen. Es sollte für so viele Menschen ein Platz des Friedens und der Freude sein. Als Gast, Schüler oder als Lehrer. Ein Treffpunkt für Menschen mit offenem Herzen.

Ich hatte über die letzten zwei Jahre trotz meines Engagements keine finanziellen Früchte erwartet und auch keine erhalten. Nun kamen sie von ganz anderer, völlig unerwarteter Seite, und tiefe Demut und Dankbarkeit erfüllte mein Herz.

Ich praktizierte meine Atem- und Meditationsübungen weiter und nahm auch wieder die Yoga-Sutras des Patanjali in die Hand. Immer wieder schrieb ich die drei ersten Yoga-Sutras untereinander in mein Tagebuch auf, damit sie sich einprägen. Atha Yoga Anusanam. Nun beginnt die Darlegung der Kunst des Yoga. Yogas Citta Vritti Nirodhah. Yoga ist das Aufhören aller Bewegungen im Bewusstsein. Tada Drastuh Svarupe Vasthanam. Dann weilt der Seher in seinem eigenen wahren Zustand.

Tagebuch 24.08.2014:

“Ich habe das Gefühl, dass mir die ersten drei Sutras nun etwas verständlicher sind. Wenn man so ein Erlebnis nicht hatte, wie schwer ist es dann, sich das vorzustellen? Es gibt tatsächlich keine Worte dafür.

Die Sutra I, 12 spricht von Übung und Loslösung. Abhyāsa Vairāgyabhyā Tan Nirodha. Und jeden Tag versuche ich, mich daran zu halten. Seit Jahren. Deshalb muss ich jetzt auch das Yoga-Studio loslassen. Die Übungen sind einfacher als die Entsagung und das Loslassen. Frei zu sein, von den weltlichen und himmlichen Freuden.“

Auf diese Yoga-Sutra möchte ich noch etwas genauer eingehen, weil sie sehr wichtig ist und eine große Herausforderung auf dem Yogweg darstellt. Denn zum einen wird hier die Übung (abhyasa) verlangt und zum anderen die Nicht-Anhaftung, Entsagung (vairagya).

Die Übung bedeutet hier, das Bewusstsein mit beharrlicher Anstrengung und Enthusiasmus zu erforschen und so zur Ruhe zu bringen. Die Aufmerksamkeit auf den Moment auszurichten. Nicht in der Unruhe des Geistes verlorengehen, der immer in Vergangenheit und Zukunft schwankend unterwegs ist. Das ist also die Praxis und somit die positive Seite des Yoga, während die Entsagung hier die negative darstellt.

Wer auf der Matte (oder im Leben) arbeitet und gleichzeitig meditiert (innehält, sich und alles andere genau beobachtet), erkennt und hört auf, sich in Ideen und Handlungen zu verwickeln. Lernt loszulassen und nicht an allem zu kleben. An Erfolg. An Namen. An Dingen. An Personen. An längst vergangenen Geschichten. An Dramen. An Ängsten. An Hoffnungen usw.

Natürlich war es nicht so einfach, das Studio ziehen zu lassen, und es gab Zweifel und Unsicherheiten. Sobald ich jedoch mit meinem Liebsten darüber sprach, lösten diese Zweifel sich in Luft auf. Ich erkannte ganz deutlich, dass ich mit einer ganz anderen Motivation in diesem Studio arbeitete, als mein Geschäftspartner und die meisten dort arbeitenden Lehrer, und dass hier niemals ein Zusammenkommen möglich wäre.

Gleich nachdem die Entscheidung innerlich endgültig gefallen war, fühlte ich mich die restlichen Tage im August wieder leichter und freier.

In den Meditationen fing ich plötzlich an zu lächeln. Freude kam einfach auf, ohne dass es einen direkten Grund dafür gab. Ruhe kehrte ein. Alles war wieder offen.

Früher hatte mir genau diese Ungewissheit immer Angst gemacht. Und ist es nicht so, dass es den meisten Menschen so geht? Wie geht es weiter? Was wird jetzt passieren? Wie verdiene ich Geld? Und haben solche Gedanken je geholfen?

Was ist gerade hier und nicht, was wird kommen, könnte die bessere Frage sein. Auch heute. Dann könnte man aus dem schöpfen, was sich gerade zeigt? Das wird nämlich meistens übersehen.

Für mich gab es jedenfalls überhaupt keinen Zweifel mehr, dass es nur auf das Hier und Jetzt ankommt. Dass das Leben ein Wunder ist. Ich konnte mich einfach nicht mehr als Opfer fühlen. Meine Vergangenheit, die Kindheit, meine Ängste über Jahrzehnte, die ganzen Enttäuschungen waren hier und jetzt völlig irrelevant.

Es galt zu verstehen, dem Leben immer wieder mit weit geöffneten Armen entgegenzutreten und das liebende Licht wiederzufinden und damit zu verschmelzen.

Ich wünsche euch eine schöne Woche!


9 Gedanken zu “Übung und Entsagung (38)

  1. Liebe Monika
    Diese schönen Gefühle von einem liebenden Licht durfte ich noch nicht spüren, doch es gelingt mir immer besser in eine innere Ruhe einzutauchen, wobei der jetzige Coronazustand sehr behilflich ist.
    Denn mein Bedürfnis nach draussen zu gehen, um „die Welt“ auszukosten, hält sich sehr in Grenzen. Demnach bin ich gezwungen mit weniger „Unterhaltung“ klar zu kommen, was der Meditation mehr Raum gibt.
    Vorallem das Mantra „es ist wie es ist“ hat aufgrund der jetzigen Situation eine starke Basis.
    Ganz ehrlich, Monika, an manchen Stunden sterbe ich fast vor Angst, dass es mich erwischen könnte, und ich nicht weiss, wo ich meine Hunde hinbringen könnte.
    Die beiden sind meine Archillesferse, vorallem aber entsteht durch sie in mir eine entscheidende Frage in Bezug auf „akzeptiere alles so wie es ist“.
    Würde ich jetzt sagen: „na dann erwischt es mich halt, und wenn meine Hunde alleine zurück bleiben, na dann ist das eben auch so wie es ist“ dann könnte ich alle Angst mit einem Mal loslassen, denn ich hänge nicht am Leben.
    Mit dieser Einstellung – so jetzt meine Gedanken und Frage – müsste ich alles und jeden loslassen, und mich in die Idee einlullen, dass alles so wie es geschieht gut ist.
    Würde das aber dann nicht heissen, dass ich mir das verdammt leicht mache? Und wie soll das gehen, denn wer kann schon aufhören „zu lieben“ in dem Sinne, dass ich mich ab sofort um nichts mehr kümmere?
    Dazu fällt mir nämlich ein, dass Du zwei Kinder hattest, für die Du sorgen musstest, als Du Dich mit Yoga eingelassen hast. Wie war es möglich, die Angst und Sorge um die beiden loszuwerden?
    Was ich mich erinnere, so schriebst Du mehrmals, dass sie das Wichtigste waren in Deinem Leben.
    Und Deine Situation war überhaupt nicht rosig und bot keinerlei Sicherheit für Euch drei!!!!
    Doch so viel Liebe im Herzen zu haben heisst doch, dass die Angst verschwunden war.
    Seufz…..vermutlich habe ich diese Frage schon gestellt – keine Ahnung.
    Was sich in mir massiv ändert ist das „Haben wollen“ d.h. ich werde immer bescheidener und anspruchsloser.
    Doch was keine Grenzen kennt ist die Angst davor, dass die Menschen und Tiere in meinem Leben ohne mich nicht zurecht kommen.
    Welche Arroganz – denke ich eben – doch es hilft nichts.
    Es ist nur noch dieses eine Gebet „bitte Herr lass mich nicht sterben, damit ich mich weiter um die Menschen, die mich lieben, um meine Hunde und die vielen Wildvögel, die zum Essen kommen kümmern kann“.
    Diese Angst frisst mich förmlich auf 😥
    Wie machst Du das, Monika?
    Ich drück Dich ganz lieb
    Doris

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    1. Liebe Doris,
      ich verstehe deine Sorgen sehr gut. Ja, ich war für meine Kinder verantwortlich und es war hart. Oft war es so, dass ich gar nicht wusste, wie es weitergehen wird. Und vor Yoga wäre ich wahrscheinlich vor Sorge und ewigem Grübeln völlig verrückt geworden. Genauso, wie du es hier auch schreibst. Hätte vielleicht aus Angst vor Armut wieder irgendeinen Job angenommen, der uns irgendwie über Wasser hält. Ich hätte jedoch nie die Chance gehabt, wirklich zu wachsen und zu begreifen.
      Liebe Doris, auf deine Frage muss ich dir antworten, dass ich eigentlich gar nichts gemacht habe. Das ist ja das wirklich erstaunliche. Ich habe mich nur mit Yoga beschäftigt und jeden Tag meditiert, bis ich immer mehr in irgendetwas verankert war, was mir Vertrauen gab. Das hatte überhaupt nichts mit dem Kopf, also dem Denken zu tun. Ich wusste einfach, dass alles so gut und richtig ist. So etwas kannte ich vorher auch nicht.
      Da kam immer wieder Angst auf aber sobald ich meditierte, verschwand sie wieder. Die Angst war die alte Konditionierung, die ich ja seit dem 19. Lebensjahr hatte und von meiner Mutter übernahm. Und deshalb hatte ich auch versucht, das im Buch klar zu machen. Die Meditation führt uns immer zu dem, was hier ist und weg von den Sorgen und Ängsten, die sich in der Zukunft abspielen.
      Und irgendetwas in den Büchern und Schriften die ich las, drang immer tiefer in mein Bewusstsein. Ich spürte einfach intuitiv, dass da etwas dran ist. Vielleicht weil ich nie mit einer Religion vorbelastet und daher in keinem Glauben (Denken/Hofffen) diesbezüglich konditioniert war, war ich sehr naiv. Offen. Ohne Erwartungen und daher empfänglich für diese Wahrheit hinter den Worten.
      Aber wie ich schrieb und schreibe liebe Doris, ist auch immer ein Üben notwendig. Beobachten. Unser eigenes Denkmuster ist so alt , wie wir selbst es sind und es hat seine Wurzeln in all dem Denken unserer alten Vorfahren und der Gesellschaft. Es hat uns so tief geprägt. Wie könnten wir da herauskommen, ohne ständig zu üben und es zu erkennen ?
      Wie in diesem Beitrag erläutert, ist die Übung das eine und das Loslassen die scheinbar andere und somit die gegensätzliche Seite.
      Wenn Vertrauen da ist, kann auch losgelassen werden. Das heißt nicht, dass wir vor der eigenen Verantwortung davonlaufen sollen, sondern mit diesem Vertrauen handeln und schauen, was passiert. Ich kümmerte mich also so gut ich konnte um meine Liebsten aber ich versuchte auf der anderen Seite, nicht anzuhaften. Sie durften den Weg gehen, den sie wollten. Das war nicht leicht für mich, da ich früher immer voller Sorgen um meine Kinder war. Was konnte nicht alles passieren…
      Du kümmerst dich so gut es geht um deine Mitmenschen/Tiere das ist das eine aber du klebst auch an ihnen. Du kümmerst dich und denkst, ohne dich würde es ihnen nicht gut gehen. Das ist wieder Denken. Du siehst, sobald du dir Sorgen machst, bist du in der Zukunft und verloren.
      Und hier kann ich noch ewig schreiben aber dann bleiben wir immer beim Denken und bei den Wörtern hängen. Am Ende spielt das alles gar keine Rolle.
      Unser Denken/unsere Sorgen werden nicht verhindern, was kommen soll.
      Was tatsächlich hier ist liebe Doris geht über all das so weit hinaus. Über jegliches Denken.
      Die Frage ist daher, möchtest du deine Ängste loswerden, dann reichen die Übungen, die ich im Buch beschrieben habe oder willst du Gott finden? Dann muss das Denken in seinen Bahnen nicht nur erkannt, sondern vollkommen zum Stillstand gebracht werden.
      Der Frieden liegt tatsächlich genau hinter dem Denken. Dann ist da weder jemand, der sterben kann noch gibt es die Hunde, die gefüttert werden müssen. Dann wird erkannt, dass es genau das Denken ist, was all diese Dinge/Personen hervorbringt.
      Aber 2014 wusste ich das auch noch nicht. Da dachte ich noch, ich als Person hätte dieses schöne Erlebnis 2012 gehabt. Dabei war die Person da völlig abwesend und deshalb konnte es passieren. Aber dazu komme ich später noch.
      Ich glaube, du bist eine Sucherin und daher halte dich vielleicht an die Schriften, denen du am meisten vertraust. Wo sich dein Herz weit öffnet. Bleibe dabei. Es spielt keine Rolle, welche Zeilen dich berühren und dann kannst du darüber meditieren. Mehr braucht man gar nicht tun.
      Liebe Grüße nach Wein, Monika

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  2. Ich danke Dir vielmals, liebe Monika.
    Als ich das las musste ich erkennen, dass ich mich zwar mit unterschiedlichen geistigen Wegen befasse, doch keinen wirklich „vertraue“.
    Also werde ich einfach nur weitermachen mit den Meditationsübungen jeden Abend vorm Schlafengehen, und darauf vertrauen, dass ich auf dem richtigen Weg bin – welcher Weg es auch ist, der mich letztlich von sich aus einfängt bzw. mir die Hand hinhält, damit ich sie ergreifen kann.
    Alles nur erdenklich Gute Dir
    Doris

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  3. Danke dir! Ich finde es wunderschön, wenn man nur mehr im Urvertrauen sein kann. Bei mir war es anfangs reine Opferrolle, danach lernte und wuchs ich, dann wechselte es ab mit Opfer und Zuversicht, zeitweise war nur mehr die Zuversicht da, aber dies war nur eine Phase, dann gab es einiges in der „Realität“ wie es so schön hieß, was mich einholte (Krebsdiagnose, Trennung, Burnout..) und dann erkannte ich langsam, worum es wirklich ging. Vorher oft Tragisches, wurde zu Kleinigkeiten, – und doch, einerseits weiß ich, dass alles gut wird, andererseits stecken doch jahrzehntelanges anderes Denken einer vermeintlichen Sicherheit noch zu tief in einem drinnen. Aber – es wird besser und besser. Eine immens große Hilfe ist diesbezüglich auch mein Sohn – eine uralte Seele – und ich konnte von ihm schon so viel lernen. Etwas, was ich mir Anfang Zwanzig gewünscht hätte, dass es so jemanden, oder vllt so ein Buch gäbe, wo man bestimmte Fragen nachlesen kann. Dann denke ich mir wieder, wie kann es sein, er ist mein Sohn und 30 Jahre jünger, dennoch weiß er Antworten auf Fragen, wo ich vor kurzem noch nicht einmal die Fragen dazu wusste. Sollte in der Norm ja umgekehrt sein. Aber, so ist es. Und ich finde es wunderbar, dass sich meine (und seine) Seele diese Erfahrung ausgesucht hatte. Danke für deine wunderbaren Zeilen – Glg

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    1. Ist es nicht schade, dass wir so etwas nicht in der Familie oder in der Schule lernen? Wir sind so völlig hilflos, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge im Leben geht. Wie schön, dass du diese junge/alte Seele neben dir hast und ihr zusammen wachsen könnt. Ich sende dir ganz viele Liebe Grüße und freue mich auf deine nächsten Beiträge, Monika

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      1. Ja, das ist wirklich zu schade. Um wieviel verständlicher wäre es für viele Menschen, so mussten, zumindest bei mir, erst Jahrzehnte vergehen. Danke für die extra lieben Worte. Ganz liebe Grüße 🍀🌼🍀💙🌞

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  4. Vielen Dank für diesen tollen Einblick liebe Monika. Ich werde mir diesen wunderschönen und Mut machenden Beitrag noch merere male durchlesen udn bin so froh, deinem Blog gefolgt zu sein. Hab ein schönes und entspanntes Wochenende. Liebste Grüße Steph ❤

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