Ich werde zum JOKER

Vor ein paar Tagen habe ich mir den Film “Joker” angesehen. Ich war fasziniert und berührt. Das lag zum einen natürlich an der hervorragenden Leistung des Schauspielers Joaquin Phoenix. Er wirkte in allem was er tat so hilflos und zerbrechlich, so dass ich grosses Mitgefühl für diese scheinbar böse Titelfigur empfinden konnte.

Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass dieser Film, der Anfang der 80iger Jahre spielt, gerade jetzt wieder mit seinem sozialkritischen Hintergrund sehr aktuell ist. Der Regisseur Todd Phillips hätte keine bessere Zeit für diesen Film finden können. Es ist egal, in welches Land wir heute schauen, fast überall brodelt es. Wut und Hass im Internet und auf den Straßen. Nationalismus und Faschismus. Despoten und Narzissten erlangen immer mehr Zulauf und Macht.

Ich finde es bewundernswert, wie der Regisseur in seinem Film ganz klar zeigt, wie ein Mensch, der sich eigentlich nur nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnt, zum Mörder werden kann. Die Mitschuld des Systems sowie die Arroganz und Ignoranz der Menschen finden ihren Ausdruck mal in Form von kalten Pommes oder einem einfachen Werbeschild, die uns entgegenfliegen.

Am nächsten Tag hatte ich Kopfschmerzen. Vier Tage lang. In dieser Zeit bemühte ich mich trotzdem, so gut es eben ging, am Leben um mich herum teilzunehmen. Ich merkte jedoch, dass dies von meinen Mitmenschen als selbstverständlich hingenommen wurde. Niemand kam auf die Idee, seinen Rhythmus wegen meiner Schmerzen zu ändern oder zu fragen, ob ich etwas bräuchte. Ich vermisste Fragen wie, ob man mir einen Tee machen könne, ob ich mal inhalieren wolle, ob ich eine Massage gebrauchen könne? Sie haben es einfach ignoriert, dass da Schmerz war.

Sie haben ihre Sachen durchgezogen und ich habe mich auch noch bemüht, mitzuhelfen. Sie haben es schon als selbstverständlich hingenommen, dass jemand unter ihnen Schmerzen hat. Schmerzen scheinen etwas ganz Normales zu sein, so wie es schon normal geworden ist, dass Menschen in anderen Ländern hungern, im Meer vor unserer Tür ertrinken oder die Natur zugrunde geht, weil wir auf nichts verzichten möchten.

Hier wollte niemand auf einen Tagesablauf verzichten, der sowieso keinen Inhalt hatte. Blicke aufs Handy. Bequemlichkeit. Fernsehen. Was ist denn so viel wichtiger, als einen Tee zu kochen für jemanden, der Schmerzen hat oder mal die Hand auf die schmerzende Stelle zu legen? Was kann schöner sein, als jemanden nur fünf Minuten lang vom Schmerz abzulenken?

Nach drei Tagen merkte ich, wie ich langsam zum Joker wurde. Wut kam auf, weil niemand meine Bemühungen sah und gleichzeitig kein Mitgefühl und keine Aufmerksamkeit für meine Schmerzen da waren.

Gedanken stiegen in mir auf, die sich auf den Film bezogen. Wenn ich mich schon so mies fühle,

weil es für die eigene Familie wichtiger zu sein scheint, auf dem Handy zu lesen

und darüber zu reden, was in der weit entfernten Welt los ist

oder darauf zu spielen,

anstatt mal zu schauen,

ob ich nach drei Tagen und drei Nächten

voller Schmerzen immer noch da unten im Zimmer sitze

und atme

und vielleicht mal etwas brauche,

wie muss sich dann ein Mensch fühlen, den man dann auch noch in seinem Schmerz nicht nur ignoriert, sondern brutal niederschlägt?

Eine Gesellschaft verroht, wenn es kein Mitgefühl, kein Verständnis und keinen Respekt für andere (auch gegenüber der Natur) gibt. Enttäuschung und Traurigkeit werden zu Geschwüren, die immer dicker und größer werden und dann platzen diese Wunden auf und der dicke Saft aus Wut und Hass sucht sich seinen Weg. Es wird verletzt und wild um sich geschlagen, bis irgndwann nach der Zerstörung wieder Heilung eintreten kann.

Und ich, ich fing dann nach 72 Stunden Schmerzen an, mich zu melden und zu sagen, es reicht jetzt. Ich kann hier nicht mehr sitzen. Ich brauche mal einen Tee. Ich will ihn nicht mehr selber machen, weil jeder Schritt so sehr schmerzt. Wie könnt ihr meinen Schmerz einfach ignorieren? Wo ist euer Mitgefühl? Jede kleine Aufmerksamkeit würde schon durch ihre Ablehnkung helfen.

Und ich denke, muss ich Schmerzen haben, damit die anderen lernen, Mitgefühl zu entwickeln? Darauf habe ich aber keine Lust.

Wut steigt auf und Tränen nach drei Tagen, an denen ich mein Bestes gab, um mich in Luft aufzulösen. Als Antwort kam dann, warum hast du nicht gesagt, dass du einen Tee möchtest?

Und ich frage mich, ob ich meine Kinder falsch erzogen habe? Was habe ich gemacht, als es ihnen schlecht ging? Habe ich sie krank liegen lassen und bin tanzen gegangen oder habe ich versucht, sie zu pflegen und ihnen die Situation so angenehm wie möglich zu machen? Und hatten wir nicht auch dann Spaß zusammen?

Und dann ging es gar nicht mehr um Schmerzen und Mitgefühl, sondern darum, dass ich Vorwürfe machen würde. Es kam nicht an, was ich sagen wollte.

Der Joker wusste das auch und zog deshalb die Waffe und ich blieb einfach still und versuchte darauf zu achten, dass ich nicht in die Opferrolle falle. Ich blieb bei mir und dachte darüber nach, was ich demnächst für mich besser und anders machen kann.

Irgendwann hatte ich mal gelesen, was Buddha über Mitgefühl (nicht Mitleid) sagte und ich erinnere mich ungefähr so:

Die meisten Menschen entwickeln Mitgefühl für andere erst dann, wenn sie selbst einmal in einer sehr schlimmen oder ähnlichen Situation waren.

Einige Menschen spüren Mitgefühl, wenn jemand leidet, den sie persönlich kennen. Ein Familienmitglied oder einen Freund.

Nur sehr wenige Menschen haben auch dann Mitgefühl, wenn andere in der Ferne leiden. Deshalb können Menschen und Tiere in anderen Ländern hungern, leiden und sterben, ohne dass es die Menschheit berührt.

Wir sollten uns daher nicht wundern, wenn es überall immer mehr Joker gibt.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, Monika


21 Gedanken zu “Ich werde zum JOKER

  1. Als ich zirka 15 Jahre alt war, ist mir folgende Geschichte passiert. Mein erster Beruf ist Schriftsetzer (gibt es heutzutage nimmer) im ersten Lehrjahr war’s, bekam ich eines Vormittags so arge Magenschmerzen, dass mich der Meister nach Hause schickte. Die Druckerei befand sich in der Oberstadt, mein Zuhause in der Altstadt, zirka 1 Stunde zu Fuß. Ich lief also unter mich krümmenden, echt üblen Magenschmerzen durch die Stadt, nach Hause zu gelangen, und musste mich dabei mehrere Male hinsetzten. Keiner der Passanten hat mich gefragt was denn los sei, „hier kannst du verrecken und die gucken noch zu“ war einer meiner Eindrücke, ich spürte nur hilflose blöde Blicke auf mich, und doch, ich konnte plötzlich ihre Gedanken hören, in etwa: „was für ein Übel, so ein besoffener oder gar bekiffter Langhaariger, (1970) unerhört, hier vor all den Geschäften, am frühen Vormittag bla bla … sich derart rum zu lümmeln. Keiner von ihnen kam auf die Idee zu fragen, was denn mit mir los sei … damals, das war echt hart für mich, was geblieben ist, eine Art Traurigkeit über dies Art des Menschen. Den Gedanke daran: „wenn andere in der Ferne leiden“ .. kenne ich auch gut .. doch das ist so komplex, da ich dabei ja auch an jene denken muss, die Verantwortlich dafür zu zeichnen wären. Jemand meinte einmal zu mir, „leiden tut wer leiden will“ doch das greift natürlich viel zu kurz, und etwas anderes ist damit gemeint.

    Habs gut,
    Umarmung

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    1. Danke für den Kommentar, die Anteilnahme und die Umarmung lieber Arkis. Das ist wirklich eine spannende Sache mit dem Leiden. Tatsächlich ist es auch genau das, was mich für so vieles sensibel gemacht hat. Und für dich als Künstler ist es sicher ebenfalls sehr wichtig. Oder es sorgt sogar dafür, dass ich tiefer gehen kann, bis ich nicht mehr da bin. Und dann ist es wieder ein Geschenk. Und was die anderen dann machen, spielt keine Rolle mehr.

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  2. Monika, danke für Deine Worte. Ich hoffe sehr Du bist nun wieder bei Dir angekommen und nicht mehr ganz so in Mitleidenschaft gezogen. Ich kann es so nachvollziehen, die Ignoranz im Leben ist zusätzlich auch extrem schmerzend und traurig.

    Schaue ich mir selbst den Joker nun an oder schone ich mich doch besser… ich hadere noch etwas mit mir.

    Dir aber erst einmal herzliche Grüße, nicht alle Menschen sind „so“. Alles Gute, Sovely

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  3. Ich bin sicher, liebe Monika, dass Du das nicht hören möchtest, doch ich kann in meinem Schmerz nur ehrlich sein.
    Ich spiele in FB das Solitaire und seit Wochen sehe ich dort die Werbung, wie die Hunde in Rumänien, Bulgarien und Griechenland hungers sterben, Sie laufen als Gerippe durch die Strassen auf der Suche nach Futter.
    Und gerade eben jetzt sah ich dieses Video wieder, und ich wusste nicht wohin mit dem Schmerz in meinem Herzen. Tränen begannen zu laufen, weil diese Wut aufkam in mir, die mir klar und deutlich sagt, dass es keinen liebenden Gott gibt, und die Menschen widerliche Kretins sind, die nicht imstande sind, an etwas anderes zu denken, als nur an ihr eigenes Wohlbefinden.
    Und das ist jetzt meine Ehrlichkeit: „Ich beneide jeden, der ohne dieses Mitgefühl gut leben kann. Ohne diesen Schmerz beim Anblick eines hungernden und/oder verletzten Tieres.
    Mich macht dieser Schmerz kaputt, Monika.
    Dass ich allerdings kaum noch Mitgefühl mit Menschen habe liegt vermutlich daran, weil ich kaum jemals Menschen begegnet bin in meinem Leben, die wirklich Anteil an meinem Leben nahmen.
    Der Mensch ist die brutalste und rücksichtsloseste Kreatur die auf dieser Welt lebt.
    Die Kabbalah lehrt, dass der Mensch nur geschaffen wurde um zu empfangen.
    Gott war der Geber, der Mensch der Empfänger.
    Dann hat sich der Mensch von Gott abgewandt. und fristet hier sein Leben, indem er weiterhin nichts anderes im Sinn hat als „zu bekommen“.
    Denn Geben ist nicht seine Natur.
    Das ist die Natur Gottes, von der der Mensch nichts mehr wissen möchte.
    Doch ich kann mich nicht mehr damit anfreunden, dass es jemals einen Gott gab, geschweige denn jetzt noch gibt.
    Ein Gott der für seine Geschöpfe nicht sorgen kann ist wertlos.
    Also was bleibt übrig, Monika?
    Es gibt keinen Gott und wir Menschen haben „Geben“ nicht gelernt.
    Nur ein paar ganz wenigen scheint dieses Mitgefühl mitgegeben worden zu sein, und diese dürfen sich eines Lebens in „Leidenschaft“ erfreuen, denn sie werden leiden so lange sie leben. Und dieser Schmerz wird niemals Linderung finden.
    Nicht in dieser Welt.
    Vielleicht in der nächsten ❤ ❤ ❤

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    1. Liebe Doris Barbara,
      Ich sehe schon seit ein paar Tagen an deinen Beiträgen, dass du sehr mit dir und Gott haderst und es ist gut, dass du dein Herz hier einfach ausgeschüttet hast. Es ist mir sowieso ein Bedürfnis, dir zu schreiben, damit es dir vielleicht bald wieder besser geht.
      Dieser Joker-Beitrag mit den Schmerzen ist ein Teil der Geschichte. Und obwohl kein Mitgefühl da war, bin ich am Ende bei mir geblieben und habe mich nicht zum Opfer erhoben. Warum? Weil da noch der andere Teil ist. Der Teil, der mich durch das Leiden zu Gott geführt hat.
      Auf diesen Teil bin ich noch nicht eingegangen, weil der “scheinbare Yogaweg” auf meinem Blog da noch nicht angekommen ist. In meinem Buch wollte ich auch nicht so direkt darüber schreiben, da es ein Buch über Ängste und die Möglichkeit, diese zu überwinden, und nicht um Gott gehen sollte.
      Meine Ängste und auch meine Schmerzen haben mich jedoch direkt zu ihm geführt. Dabei wusste ich nichts über Gott und hatte somit auch gar keine Vorstellung und keine Erwartungen. Es ist sehr merkwürdig, dass die Menschen meistens nur über den Weg des Leidens zu ihm finden.
      Aber der Mensch kann wahrscheinlich erst in seiner absoluten Not und Hilflosigkeit alles – und vor allen Dingen sich selbst -aufgeben, so dass sich das “Licht der Liebe” zeigen kann. Und das liebe Doris Barbara ist deine große Chance.
      Ich sehe deine Verzweiflung, weil du Gott suchst und nicht finden kannst. Aber genau das ist das Problem. Du hast vielleicht zu viele Vorstellung von ihm und vielleicht denkst du auch, dass er etwas Getrenntes von dir ist. Du hast bestimmte Gedanken, die dir sagen, wenn es einen Gott gäbe, dann wäre die Welt anders und niemand würde leiden etc. Wenn ein Gedanke über und von Gott da ist, kann Gott nicht erscheinen. Gott ist in allem und daher kann es keinen Ausschluß geben.
      Meine Erfahrung ist, dass “Gott” direkt in uns bzw. wir selbst “Gott” sind. Da gibt es gar keine Trennung. Ich möchte hier nicht näher auf meine Erlebnisse eingehen. Ich werde später darüber schreiben. Aber ich GLAUBE nicht, ich WEISS, dass es “Gott” gibt. Ich weiß, dass alles Liebe ist, auch wenn es uns als Schmerz , Kummer oder Ängsten begegnet. Denn was anderes sind den Schmerz , Kummer oder Angst, als Liebe? Warum ist denn Kummer da? Weil wir lieben.
      Aber all diese Liebe, die wir kennen, ist nichts gegen diese Liebe, die wir in uns und mit dem Licht erfahren. Dann wird einem auch klar, dass unsere Sehnsucht und Liebe zu einem Menschen nichts anderes als Egoismus ist. Nichts mit der Liebe zu tun hat, die wir in den heiligen Büchern lesen.
      Alles was wir sehen, sind wir selbst. Es ist in Ordnung traurig zu sein, weil du die armen Hunde siehst. Das einzige Problem ist, dass wir das so nicht haben wollen. Schau nicht auf die Hunde, indem du das anders haben möchtest, sondern schau darauf, was es mit dir macht. Schau nicht auf die verflossene Liebe und das sie so in Erfüllung gehen soll, wie du es möchtest, sondern darauf, welchen Schmerz dieser Gedanke in dir auslöst. Schau nicht darauf, dass du als Person Gott nicht finden kannst, sondern darauf, wie es Verzweiflung und Wut in dir auslöst.
      Wenn ich dir sage, gib dich diesen Gefühlen ganz und gar hin. Wo spürst du sie? Wo kommen sie her? Umarme sie und akzeptiere. Es ist total in Ordnung all diese Emotionen zu haben. Genau das ist Gott. Wie willst du das mit dem Verstand verstehen und doch ist es genau so. So wird es erfahren.
      Als ich mich aufgab und alles zuließ, da ging die Tür nach innen auf. So viele Menschen berichten ebenfalls davon und daher darfst du nicht aufgeben liebe Doris Barbara.
      Du darfst verzweifelt sein und auch traurig und dann sei es einfach und wehre dich nicht dagegen. Du bist eine Liebende. Und das ist wunderbar. Ich sende dir ganz viel Liebe aus der Ferne und umarme dich, Monika

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      1. Liebste Monika

        Diese Antwort könnte unglaublich hilfreich sein für mich, wenn da nicht dieser Zweifel wäre, dieser Druck der Verantwortung, dass Gott von MIR erwartet, dass ICH das alles in Ordnung bringe.
        Dass Gott sagt: „Dann schicke doch einfach alles was Du hast an die Tierhelfer, dann kannst Du ruhig sein, weil DU alles getan hast, was Dir möglich war – aber eben nur dann!!!

        Und solange ich dazu nicht bereit bin, alles was ich mehr habe, als ich zum einfachen existieren bräuchte, herzugeben, fürchte ich, dass ich mich nicht trauen werde, mich einfach nur in allen Schmerz hineinfallen zu lassen.

        Ich hatte mich das schon getraut, und ich durfte diese unglaubliche Erleichterung erleben, und dieses Eins sein mit allem was ist.
        Doch im selben Augenblick hat es mich wieder zurück gerotzt mit dem „Wissen“, dass ich es mir hier wohl sehr leicht mache, und alle die damit im Stich lasse, denen damit geholfen wäre, wenn ich ihnen alles geben würde was ich habe.

        Auch wenn es „dämlich“ klingt, doch mir bleibt das Schnitzel im Hals stecken, wenn ich daran denke, dass im selben Augenblick Tiere und Babys an Hunger sterben.

        Also bleibt mir nur noch der Alkohol, der als einziger imstande ist mir diese Gedanken wegzuschwemmen, um mir damit ein paar Stunden „Glückseligkeit“ zu verschaffen.

        Mit „diesem“ Gott , den ich da im Kopf habe, zu leben ist eine innere Tragik, doch ohne ihn zu leben, scheint alles öd und leer und sinnlos.
        Ich darfs mir also aussuchen.

        Meine einzige Hoffnung ist noch mein Wissen vom Leben des Leonard Cohen, der den selben Kampf mit Gott führte wie ich – so scheint es mir – und dem es ungefähr in meinem Alter gelungen ist, diesen Gott des Judentums abzuschütteln, und sich dem Glauben hinzugeben, so wie Du ihn versuchst mir nahezubringen.

        Vielen lieben Dank, Monika, für Deine immer wieder grosse Hilfe mir klarzumachen, dass es dieses WUNDERBARE wirklich gibt, und ich eine Chance habe, es einmal wirklich für mich erleben zu dürfen.

        ❤ ❤ ❤

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  4. Liebe Monika
    Ich krieg diesen Satz nicht aus meinem Kopf
    ….Meine Erfahrung ist, dass “Gott” direkt in uns bzw. wir selbst “Gott” sind. …..

    Das sind für mich 2 voneinander unabhängige Aussagen.

    Dass Gott direkt in mir ist kann ich nachvollziehen, weil wir eine Seele haben, die der „Funke Gottes“ genannt wird.

    Und dazu wäre jetzt meine Überlegung: „Kann ich diesen Gottesfunken denn nur im Schmerz spüren?“ ….wenn es der Schmerz und die Angst sind als Symptome meiner Fähigkeit zu „Lieben“?

    Ja darunter könnte ich mir etwas vorstellen, denn seit gestern verbinde ich jedes „schlimme“ Gefühl in mir mit dieser Vorstellung, dass ich diesen Schmerz deshalb empfinde, weil ich imstande bin zu lieben. Und ja jede Religion und Philosophie sind sich da einig, dass Gott LIEBE ist.

    Und siehe da, ein grosser Teil des Schreckens vor diesen „schlimmen“ Gefühlen hat sich aufgelöst. Denn wer hat schon Angst vor der LIEBE?

    Doch die zweite Aussage geht mir nicht aus dem Kopf: …bzw. wir selbst Gott sind ….

    Oder hattest Du Dich nur verschrieben, und es sollte heissen: „bzw. wir selbst in Gott sind?

    Ich hoffe Dich nicht allzusehr mit meinen Fragen zu belasten, doch Du scheinst mir der erste Mensch zu sein, bei dem ich das Gefühl habe, das er genau weiss wovon er spricht.

    Ich wünsche Dir einen schönen Restsonntag, und hoffe, dass sich Deine Schmerzen wieder beruhigt haben …..wobei ich mich aber ehrlich gefragt hatte, was genau imstande ist, einem Menschen drei Tage lang starke Schmerzen zu verursachen ausser einer eitrigen Angina z.B. oder einer Gehirnerschütterung ?

    Magst Du darüber reden?

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    1. Liebe Doris Barbara. Deine Fragen stören mich nicht im geringsten. Es gibt doch gar nichts Schöneres, als über dieses Thema zu reden oder zu schreiben.
      Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Es war nur der armselige Versuch eines Menschen, zu beschreiben, wie man Gott erfährt. Unser Verstand ist einfach nicht in der Lage das zu begreifen, was er da erlebt und somit kann es auch nicht in Worte gefasst werden. Es ergibt für uns keinen Sinn, etwas Getrenntes und gleichzeitig eine Einheit von allem zu sein.
      Innen und außen gibt es nicht mehr. Ob ich dann Gott bin oder ich in Gott bin, spielte für mich überhaupt keine Rolle mehr.
      Wird der “Funke Gottes” erfahren/erkannt, dann wird auch erlebt, dass man ausschließlich nur das ist und nichts anderes.
      Oder ich könnte auch sagen, ich erkenne, dass ich gar nicht existiere. Dass da nur Leere ist und gleichzeitig ist da alles und ich bin alles. Das ist auch ein Schock aber es ist nichts, wovor man Angst haben muss.
      Niemand kann sich das vorstellen. Es muss erlebt werden.
      Deshalb liebe Doris Barbara achte nicht so sehr auf meine kläglichen Versuche der Beschreibung, sondern auf das, was in dir vorgeht. Die Emotionen. Gleichzeitig lausche und verstehe, was dein Verstand dir da erzählt. Wie er dagegen argumentiert oder dafür, um dich – man könnte fast sagen, von Gott wegzubringen ☺.
      Der Kopf muss das alles überhaupt nicht verstehen. Nie hat je irgendein Menschenverstand Gott in Worte fassen können. Es können nur klägliche Versuche sein und daher waren die meisten großen Lehrer still und lehrten auch die Stille. Ziel ist es ja gerade, die ganzen Gespräche (Erwartungen, Zweifel, Schuldgefühle…) im Kopf zum Schweigen zu bringen, damit sich Gott zeigen kann. Deshalb auch die Meditation. Die Hingabe an das, was ist. Alles, was je war, spielt dann keine Rolle mehr.
      Diese Gedanken und Fragen, die du hast, sind unheimlich spannend. Und sie sind gut geeignet, um darüber zu meditieren, bis der Verstand daran verzweifelt, aufgibt und still wird.
      Wer keine Schmerzen hat oder wer nicht für Leid empfänglich ist ( im Gegensatz zu dir. wie mit den Hunden in FB) bei dem tauchen auch nicht die Fragen auf, warum das alles so grausam sein muss. Dann sucht er in der Regel auch nicht nach einer Erklärung oder einem Gott. Deshalb scheint es so, als würde man erst leiden müssen, um Gott zu suchen.
      Es ist sicher richtig so, wie du es beschreibst. Wo viel Mitgefühl ist, ist auch viel Liebe. Wo viel Liebe ist, da gibt es mehr Nähe zu dieser allesumfassenden LIEBE, die wir Gott nennen. Daher fangen wir an zu suchen. Wir wissen, dass da etwas ist.
      Vielen Dank für deine Nachfrage. Ich hatte Migräne und Tabletten helfen meistens nicht. Meine Freundin, erzählte mir heute, dass sie bei einem schlimmen Anfall ins Krankenhaus fahren und sich Spritzen geben lassen muss. Ich meditiere dann und das ist für mich die beste Schmerztablette, die ich kenne. Ansonsten kann man das auch gar nicht drei Tage und drei Nächte aushalten.
      Viele liebe Grüße, Monika

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      1. Ich danke Dir ❤ ❤ ❤
        Migräne kenne ich nicht, jedoch starke Muskelverspannungen und Kopfschmerzen, und das beste für mich sind dann die Cannabistropfen. 3 Tropfen CBD 15% unter die Zunge, und nach 15 Minuten bin ich schmerzfrei.

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      2. Stell Dir vor, Monika.
        Heute Nachte hatte ichs begriffen.
        Heute Nacht fand ich Gott im Begreifen der Einheit aller Dinge.
        Im Begreifen, dass es kein Gut und Böse, kein Richtig und Falsch gibt, sondern alles absolut gleichbedeutend ist.
        Es hat sich „wunderbar“ angefühlt.
        Ich spürte dieses „Wunderbare“ dieses „Absolute“, wonach ich ständig gesucht hatte.
        Und mir war klar, alles das sich wie Gott anfühlt, das ist Gott.
        ——-
        So wie Du Dich ausdrücken kannst, Monika, so gelingt das nur sehr wenigen.
        DU kriegst das hin etwas zu verbalisieren, das mit dem Verstand nicht zu begreifen ist.
        Schreib ein zweites Buch !!!! und zeige den Menschen, wie und wo sie Gott finden können.
        Alles nur erdenklich Gute Dir.
        ❤ ❤ ❤

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  5. Aber jetzt hihi- und jetzt dauerte es auch noch ein Weilchen, weil ich kein Internet hatte..öhm, aber okeeh, nun isses ja da. Wollte nur kurz meinen Senf dazu geben, ohne dass ich zu philosophieren beginne- erstmal möchte ich mir den neuen Joker auch unbedingt ansehen – und ja, vor allem wegen dem Charakter. Der letzte Joker gefiel mir immens gut und ich verstand ihn nur zu gut 😀 ~ das mit deinen Schmerzen tut mir sehr leid, kenne ich leider auch nur zu gut, Migräne, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Krämpfe..etc. die letzten Tage wieder Migräne gehabt – ich versuche es nun mit Cannabistropfen, mal sehen,- habe zwar auch extra Medis dafür, aber einerseits wirken sie nicht immer und andererseits bin ich davon nicht wirklich begeistert, da ich sie ja doch öfter nehmen müsste (und ganz frisch versuche ich nun Kurkuma- goldene Milch, aber ich schweife ab). Das mit dem Gekränkt-Sein, wenn es einem nicht gut geht und man annimmt oder schon beinahe voraussetzt, dass sich die anderen Familienmitglieder doch bitte um einen kümmern sollen, wenn es einem nicht gut geht, kannte ich auch. Dann war ich noch zusätzlich enttäuscht und dir Tränen kamen dann auch schon mal. Bis mein Sohn mal sagte, Mama, sag doch einfach wenn du etwas brauchst. Ich mache es oder hole es dir, aber du musst es schon auch sagen. Ich frage dich nicht alle halbe Stunde. Sag es mir einfach. Ich bin ja für dich da und hab dich lieb, aber setze nicht voraus, dass ich weiß, was du wann brauchst. (darauf folgte zwar eine kleine Diskussion, weil..er muss doch..ich bin doch.)- doch dann funktionierte es. 🙂 Glg

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar. Da hast du sicher recht. Eine klare Ansage ist immer gut und das muss man auch lernen. Besonders die Frauen :-). Bei Doris Barbara habe ich das auch schon gelesen mit den Cannabis Tropfen aber sie hat keine Migräne. Ich bin wirklich sehr gespannt auf das Ergebnis. Bitte teile mir unbedingt mit, ob die Tropfen bei Migräne helfen. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg damit. Auf das die Migräne sich verabschiedet :-). Alles Liebe von mir und bis sicher bald, Monika

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      1. Danke dir liebe Monika, ja, aktuell ist sie jetzt verschwunden, durch andere Maßnahmen dürfte sie nun erst wieder nächsten Monat auftauchen und bis dorthin nehme ich das Cannabisöl dann auch schon einige Tage, aber ich weiss, dass ich das niedrigste habe, direkt gegen Schmerzen sollte man, lt Apotheke und lt Internet Recherche 10% nehmen, gut, ich bin gespannt. Glg und auch dir alles Liebe

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